23 Mär, 2017
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BLOGS ARCHIV 2003

BLOGS 2003

29. November 2003.

Ihr Lieben,
Ich nutze dem Moment am Samstag Abend während Chris Tarrants überdrehte Stimme hell aus dem Nachbarzimmer herüberfliegt wo eine neue Ausgabe von "Wer wird Millionär" läuft. OK, also "RUHE" wäre momentan eine falsche Beschreibung des Moments. Chris ist ein so lauter Junge. Aber er hat was drauf. Er und einige anderen männlichen Freunde waren vor knapp vier Wochen hier bei Batts zu Gast (da seht Ihrs: Wenn ich mir lange genug mit dem Newsletter Zeit lasse kann ich sogar noch Sachen die schon lange her sind berichten) - ein Herrenabend!. Meine Frau Julianne macht auch manchmal eine reine Frauenrunde daher dachte ich, dass ich auch einmal dran sei. Zehn von uns, darunter der grosse Rolf Harris, ein Gentlemen mit dem ich zuerst in den Siebzigern zusammengearbeitet habe und der jetzt seinen Höhepunkt in Seinen Siebzigern erreicht hat. Damals präsentierten wir ein Schulmusik Programm in den den Abbey Road Studios. Wäre Rolf damals nich ein Entertainer gewesen dann wäre er wohl Maler geworden. Ich meine; ein Grosser Maler. Was er übrigens auch ist. Er hat gerade eine neue Kollektion von Limitierten Auflagen herausgebracht, die einfach schön sind.

In den paar Monaten (sorry!) seit ich meinen letzten wöchentlichen Newsletter geschrieben habe hatte ich eine Menge Spaß, aber auch höchste Anstrengungen zu bewältigen um Katie Meluas Album herauszubringen und über unser Label Dramatico zu vermarkten. Während ich dies schreibe befindet sie sich gerade auf dem Weg Gold für 100.000 verkaufte Exemplare einzuheimsen, nach nur 3 Wochen auf dem Markt. Wir sind so stolz auf Katie: Sie hat sich in dem Jahr in dem wir sie kennen von einem rohen Talent, das nur mit ihrer Gitarre vorspielte, zu einem potentiellen Weltstar gemausert. Möglicherweise einer der Grössten ihrer Generation. Während dieser Zeit gab es einen Mann, der uns das Vertrauen fassen liess die Single unter meinem eigenen Label im UK zu veröffentlichen. Er war nahezu der Einzige, der Katie ins öffentliche Bewusstsein brachte. Der Mann heisst Paul Walters und ist der Chefproduzent von Radio Two (Terry Wogans Produzent), dessen Einfluss weit zurück reicht. Vor kurzem war er der jenige, der Eva Cassidys "Over The Rainbow" ins Land brachte und entgegen der Ablehnung der anderen Radiostationen spielte (nachdem ihm ein Freund das Album zuschickte, das er vom Grabbeltisch eines amerikanischen Plattenladens gekauft hatte).

Dies hat er nun auch mit Katie getan und dank seines Mutes und seines guten Geschmacks (und das muss ich schliesslich sagen, nicht wahr?) bekam Katie die Chance gehört zu werden wo sie sonst möglicherweise links liegen gelassen worden wäre. Es gibt Leute, die behaupten, dass ich Katie vielleicht nicht unter Vertrag genommen hätte wenn ich Wogan nicht gekannt hätte. Doch es muss gesagt werden, dass es auch einen Mann namens Michael Parkinson gibt, der im Alleingang einen Künstler aufbauen kann (siehe Jamie Cullum) - und der Katie ebenso geholfen hat. Der dritte Mann in diesem Szenario ist der mega talentierte Jeff Thacker, Chefproducer bei Granada, der die Royal Variety Show in diesem Jahr produzierte. Er war aufmerksam genug um Katie nur eine Woche vor der Veranstaltung zu buchen. Als sie mit ihrem Album auf Platz 40 einstieg war er gerade auf der Suche nach einer jungen Sängerin, die komplett live eine besondere Ausstrahlung hatte. Diejenigen, die die Performance gesehen haben werden mir beipflichten, dass Katie genau dieses hatte.

Inzwischen nähern wir uns dem Weihnachtsfest und treten kräftig in die Pedale und hoffen die richtigen Dinge zu tun um Katie auf ihrem Weg zu begleiten. Ihr Konzert in "Shepherd's Bush Empire" war fantastisch (schaut auf ihre Seite www.katiemelua.com um weitere Details und Fotos zu  sehen). In der Band war der erfrischende Henry Spinetti, den wir zwei Wochen vorher noch als Hauptdrummer beim "Konzert für George (Harrison)" Film gesehen hatten. Tim Harries, den besten Bass Spieler der Christenheit und Jim Cregan, mein alter Kumpel der sich in die Staaten abgesetzt hat um als Rod Stewarts Haupt Gitarrist/Autor/Produzent zu arbeiten. Kurz zuvor hatte er noch für Cat Stevens, danach Cockney Rebel gearbeitet - wo er dieses unglaublich gute Gitarrensolo für "Make me Smile (come up and See Me)" abgeliefert hatte. Es war ein toller Abend. Ich spielte Piano und hatte Spaß dabei. Der Abend wurde von Barry Marshall promoted, der Paul McCartney und Elton John - und nun auch Katie Melua fördert. Im Augenblick diskutieren wir eine Tour im Frühling nächstes Jahr.

Nun, inzwischen ist dieser Newsletter ein ziehmlich lustiger, übermütiger Newsletter geworden anstatt politish und ernsthaft zu sein. Aber es sind nur Fakten. Bisher zumindest. Habe ich Euch jemals den Witz über den Engländer, den Iren und den Diktator des Dritten Reichs erzählt? Ich weiß, das klingt pathetisch, nicht? Ich wünschte, es wäre fünf Minuten vorher. Ich nehma an ein Rezept für Hühnchen Maryland würde die Sache nur noch schlimmer machen. 

Viele von Euch haben nach meinen Solo Alben und Sachen wie Snark und anderem Stoff gefragt. Ich kann Euch sagen, dass wir im Moment darüber verhandeln all dies zu veröffentlichen. Möglicherweise alles gleichzeitig. Ich halte Euch auf dem Laufenden. Aber wie Ihr wisst sind meine Newsletter nicht immer so aktuell wie CNN. Solltet Ihr also Eure Luft anhalten wollen dann schliesst besser vorher eine Lebensversicherung ab.

Inzwischen ist Chris im Fernsehen fertig geworden. Die Pop Idol Ergebnisse dieser Woche wurden veröffentlicht aber ich kann mich nicht erinnern was passiert ist. Nun ist Donny Osmond dabei ein Programm über die Siebziger anzusagen bei dem stephen Gately "Bright Eyes" singt (einige merkwürdige Akkorde darin - Jungs, Ihr hättet Euch die Noten kaufen sollen!). Doch er erwähnt nicht die Wombles. Vielleicht sollte ich dankbar sein. Manchmal stehen mir die Haare zu Berge wenn jemand in meiner Gegenwart das Wort Wombles erwähnt. Das erinnert mich daran, dass Virginia, unsere liebliche Helferin im Batt Battlements gerade alle Kostüme gewaschen hat (sie waren verfilzt, Darling!) - und nun hängen sie alle zum Trocknen draussen. Da ist Grossonkel Bulgaria, Orinoco, Tomsk, Wellington, alle Kopflos (sollte mich das aufheitern?) Das sieht nach einem ganz merkwürdigen Film aus.

Ich glaube, ich sollte mich ins Bett womblen.

Seid nett zu einander (wie immer). Ich bin so froh, dass God Engländerin ist (Ich nehme an, dass sie es ist). Falls Ihr mit meiner Entscheidung das Rezept nicht zu posten nicht einverstanden seid, dann schreibt an das "British Chicken Maryland Institute, 43, Kensington High Street, London". Falls Ihr etwas gegen meine religiösen Ansichten habt, dann schreibt an den Erzbischof von Canterbury, Canterbury (Klingt ein wenig wie New York, New York).
Wenn Ihr einen alten Mann sehr froh machen wollt dann kauft Katies Album für alle Eure Freunde als Weihnachtsgeschenk.
Und vergesst nicht: Je weniger Freunde Ihr habt, desto weniger wird es Euch kosten!

Frieden und Liebe

Mike


30. Juli 2003. Dieser Newsletter wurde am 30. Juli geschrieben allerdings erst am 20.August hochgeladen.

Ihr Lieben,

Ich dachte ich sollte Euch noch ein paar Zeilen schreiben bevor ich nach Italien in den Urlaub fahre. Andererseits, wo werdet Ihr sein? Hier kommt also das neueste Bulletin der Batt Niederlassung.

Katie Melua bekommt weiterhin fantastische Reaktionen. Die Wogan Show auf Radio2 bekam eine erstaunliche Menge von Anfragen nachdem sie "The Closest Thing To Crazy" und "Call Off The Search" spielte. Die Single heisst also "The Closest Thing To Crazy" und wird am 6.Oktober erscheinen. Das Album "Call Off The Search" folgt dann am 20.Oktober. Kürzlich waren wir nochmal in Irland um Blechbläser und Streicher für unsere Rythmustracks unserer ein paar Tage vorher aufgezeichneten Songs aufzunehmen. Die neuen Songs geben Katies Album einen netten, coolen, blues/jazz Anstrich den wir für richtig halten. Ihr könnt sie schon einmal auf der Website www.katiemelua.com probehören (und ein paar Reaktionen lesen)

Letzte Woche fuhren wir zu meinem Kumpel Gary Wilmot der in "Chitty Chitty Bang Bang" auftritt. Er ist klasse. Welch grossartiger Schauspieler er doch ist. Ich wusste schon vorher dass er mein Kumpel ist aber ich wusste schon vorher, dass er brillant ist - sogar bevor ich ihn kannte. Ich sah ihn kürzlich in "Travels with my Aunt" und er spielte mühelos diese Royal Shakespeare Mimen an die Wand. Chitty ist sehr ulkig (und dass ist Teil seines Charmes) und es gibt mindestens drei fürchterliche Songs die man herausnehmen sollte. Aber die irische Familie neben uns haben sich königlich amüsiert. Dass ist das tolle am Theater - Jeder sieht das Geschehen mit anderen Augen.

Nun aber zurück zum harten Geschäft. Es gab einmal einen aufblasbaren Schuljungen der auf eine aufblasbare Schule ging auf der aufblasbare Freunde und aufblasbare Lehrer zu finden waren. Eines Tages fand er, dass er Montage nicht mochte und nahm eine Nadel mit in die Schule. Zunächst piekste er seine Freunde, dann seine Lehrer, dann die Schule und schliesslich sich selbst. Am nächsten Tag fuhr der Schulmeister zum Haus des Jungen in seinem Aufblasbaren Wagen. Er sagte zum Jungen: "Sohn, Du hast nicht nur Deine Freunde verletzt sondern auch Deine Lehrer und Du hast die ganze Schule vernichtet. Aber noch viel wichtiger - Du hast DICH SELBST verletzt!"

Im Gegensatz dazu las ich Reporte in den Sonntags Zeitungen wie Gefangene im Irak oft hingerichtet wurden indem man sie senkrecht von oben durch den Kopf in zwei Teile hieb. Ich kam zu der Auffassung dass wir, die wir uns als zivilisierte Länder betrachten JEDERZEIT in Länder einmarschieren sollten die derartig abartige Methoden haben die Bürgerrechte durchzusetzen. (Nennt mich altmodisch - und ich weiss, dass das nicht die Antwort sein kann. Ich meine dies auch nicht wirklich, vielleicht auch doch. Ich tue mal für eine Minute so. Man ist im Zweifel ob es Rechtens ist.)

Aber Diktatoren sollten als Welkriminelle angesehen werden und Angstregimes sollten entmachtet werden und durch eine Weltregierung ersetzt werden. Ich weiss, dass dieses ein sensibles Thema ist aber seit ich ein Teenager war und Berichte von Idi Amin las, der Menschen die Augen ausdrückte und befahl dass man Gefangenen den Schädel mit einem Vorschlaghammer einschlagen sollte fühlte ich, dass die westlichen Zivilisationen den Folterern und Massenmördern den Krieg erklären sollte. Amnesty International sollte solche Invasionen unterstützen. Ich denke, es war richtig im Irak einzumarschieren - auch wenn (was ich  zutiefst bedauere) die US Truppen soviel Training vermissen lassen und so auf ihre Feuerkraft vertrauen, dass sie das Feuer bei der kleinsten Gelegenheit eröffnen und die Fragen erst später stellen (oder gar nicht). Britische Truppen tun das nur sehr selten (Der "Bloody Sunday" war möglicherweise eine Ausnahme weil die mysteriösen Aktivitäten der IRA die Situation verkompliziert hatten). Wir sind besser auf Verhandlungsgeschick trainiert (weil wir auf ein Vermächtnis von Erfahrungen aus dem inzwischen geschrumpften und unmoralischen Britischen Empire zugreifen können) und können leichter intelligente und trainierte Kräfte mobilisieren.

Nun, Ihr wolltet einen Newsletter. Nun habt Ihr einen! Ein Rezept für Garnelen Curry ist es jedenfalls nicht.

Andererseits - Besorgt Euch ein paar Garnelen und tut mit ihnen für eine Minute lang nichts. Wenn die Minute vorbei ist nehmt sie Euch und werft sie in eine Pfanne mit einer kleinen Menge von vier geriebenen Knoblauchzehen, etwas Butter und Olivenöl. Erhitzt das Ganze für ein paar Sekunden oder sogar eine Minute. Giesst etwas weissen Wein darüber (Chateau Chuna ist gut. Verschwendet keinen Blue Nun). Dann macht eine Sauce indem Ihr etwas in kalten Wasser aufgelösten Maismehl und Curry Pulver hineintut. Ausserdemm etwas Cayenne Pfeffer und Chili Pfeffer. Die letzteren geben dem Ganzen den Geschmack aber seid vorsichtig - schmeckt es gut ab. Wenn Ihr etwas von diesen gefrorenen Tomaten und Marscapon italienischen Käse Saucen im Hause habt (NATÜRLICH habt Ihr's)  dann fügt dieses hinzu um den Ganzen ein netten fetten, roten Geschmack zu geben. Macht Euch eine richtig coole Musik an. Sowas wie Bangra oder "Eine Kleine Nachtmusik". Esst den Curry, Steckt Euch eine dicke Zigarre an, Nehmt ein Bad

Ich hoffe die negativen Stimmungen dieses Letters stören Euch nicht. Ich bin heute nicht sehr inspiriert. Ich bin erschöpft und urlaubsreif. Solltet Ihr mit meinen politischen Ansichten nicht klar kommen dann schreibt an M Batt Esq, Wimbledon Common, England. Wenn Ihr mein Garnelen Curry nicht mögt dann schreibt an das Britische Garnelen Curry Institut, 145 High Street Kensington, bei Surrey, England

Habt Einen schönen August und lasst die Bastarde Euch nicht kriegen. Wenn ein Vogel auf eure Windschutzscheibe scheißt, dann ladet sie NIE wieder ein

Viel Liebe


Mike

P.S.: Ich habe diesen Newsletter einem Tag vor meinem Urlaub geschrieben aber nicht hochgeladen weil ich dachte, dass er vielleicht etwas zu starker Tobak sei. Aber nachdem ich ihn nochmal gelesen habe und ihn gut finde dürft Ihr ihn lesen. Zufälligerweise starb Idi Amin während ich weg war. (Keinen Moment zu früh)


Montag, 9.Juni 2003

Hallo, frisch Verliebte, wo immer Ihr auch seid,

Die letzten Wochen waren voller Aufnahmesessions mit den PLANETS. Und in der Woche davor war ich mit Katie wieder drei Tage in New York. Zwischendurch habe ich eine Menge Sachen in meinem Büro erledigt. Wenn ich nicht schreibe oder aufnehme gibt es immer Einiges zu bearbeiten.

Mit den PLANETS habe ich drei neue Titel aufgenommen: "Den Säbeltanz" (Kachachurian), "Scheherezade" von Rimsky Korsakov und "New Piece for the PLANETS". Vielleicht habt Ihr auch bemerkt dass die am wenigsten angesehensten Komponisten die kürzesten und einfachsten Namen haben. Vielleicht sollte ich meinen Namen in Battsky-Michlof von Hampshire Hoggsky umändern. Das würde es diesen Bastards schon zeigen.

Ich war letzte Woche in einer neu bearbeiteten Produktion von "Tell me on a Sunday" (von Andrew Lloyd Webber und Don Black). Es war fantastisch! Denise van Outen (das nenne ich mal einen klasse Künstlernamen!) war grossartig als "Einzige Person im Stück" - Ein fantastischer Job zu schauspielern und zu singen. Die neuen Songs und das überleitende Material war sehr gut geschrieben - sowohl vom Text als auch von der Musik her.

Am Freitag, dem 23.Mai nahm ich an einem Treffen der SODS (Societey of distinguished songwriters - Gesellschaft der angesehenen Songschreiber) teil. Es wurde im Rules Restaurant in Covent Garden und wurde von König SOD Brian Bennet regiert (dem Drummer der Shadows und momentan ein angesehener Komponist von, ohhh , so vielen Sachen). Es war ein sehr zivilisierter Abend. Wir trugen wie gewöhnlich unsere Dinner Jackets und wurde nur von meinem Witz über einen aufblasbaren Schuljungen gestört (der entgegen Eurer wilden Fantasien und Vorurteile absolut sauber war). Ungefähr 18 andere SODS waren auch da. Gary Osborne (War of the worlds, Blue Eyes), Justin Hayward (Nights in white satin), Tim Rice (ooh, so vieles), Mitch Murray (Bonnie and Clyde, Billy don't be a hero) und Peter Callendar (Bonnie and Clyde, Billy, don't be a hero).

Am letzten Dienstag, dem 3. Juni, hatten wir ein Lunch bei 12 Radio- und TV-Show Produzenten im Langham Hilton Hotel das von Dramatico Entertainment Ltd., meiner Firma, veranstaltet wurde. Der Grund dafür war dass sie Katie Melua kennenlernen sollten  die 4 Songs spielte und sang - unterstützt von dem Billigsten Klavierspieler Der Christenheit als Begleitung (nämlich von mir). Ich denke, dass Sie einige Freunde gewonnnen hat. Ihre ersten beiden jemals im Radio gespielten Songs wurden letzte Woche bei Radio Two's Frühstücks-Show "Wake up to Wogan" aufgelegt. Wir wurden von Briefen überschwemmt die uns bestätigten wie fantastisch sie ist. Nun, es waren vier Briefe und genaugenommen war es einer der betonte wie gut sie war. Ihr Vater! War nur Spaß, Katie! Wenn Du dieses liest hat die Station bestimmt schon eine Menge Anrufe und EMails bekommen um nach dem Song "The Closest Thing To Crazy" zu fragen. Beim Lunch hatten wir John Dory Suppe, Hühnchenbrust mit ein Pasta Dings und ein Birnendessert. Das Leben hat sich in einen ständigen Zustand von Wohlgeschmäckern verwandelt.

Nun ist der 9.Juni und ich bin zu Batts Hauptquartier zurückgekehrt um morgen einige Aufnahmen mit verschiedenen Planetsmitgliedern zu machen. Wenn Rimsky-Korsakov noch am Leben wäre dann würde er sich im Grabe umdrehen ;)  Scheherazade mit einem Reggae Beat ist etwas Neues um wenigstens soviel zu sagen. Ich bin stolz darauf: Bob Marley trifft die Klassik. Bitte nicht kotzen! Es ist grosse Kunst und Ihr kleinen Schleimer solltet das nicht vergessen!

Ich muss jetzt weg. Zeit verfliegt und es gibt eine Menge TV-Programme zu gucken, Leute zu treffen und Käse zu raspeln.

Ich hoffe, Eure Examen laufen gut. Oder Ihr habt gerade keines.

Liebe und Cornflakes

Mike


Mittwoch, 14.Mai 2003

Ihr Lieben,

Ha! Habe ich Euch erschreckt was? Ihr habt bestimmt nicht erwartet nach fünf Monaten noch mal einen Newsletter von mir zu lesen. Mein Letzter hat Euch ein frohes neues Jahr gewünscht. Vielleicht wird dies mein Nächster auch tun wenn ich weiter so am verhandeln bin. Ich kann mich nicht genug dafür entschuldigen also lasse ich es! Trotzdem ein Dankeschön an alle, die mir besorgt geschrieben haben. Doch es geht mir gut. Ich war mir nicht darüber im Klaren welches der passendste Moment zum updaten der Site war und so habe ich es dabei belassen. Ich WERDE etwas fleissiger sein und in der Zukunft mit Euch besser in Kontakt bleiben.

In diesem Moment sitze ich mit meinem Laptop in meinem Hotelzimmer mit einer Aussicht auf den Central Park in New York und warte darauf, dass Katie Melua an meine Tür klopft damit wir zusammen Billy Joels Musical "Movin' out" am Broadway anschauen können. Ich freue mich schon sehr darauf weil er einer meiner grossen Helden ist (Irgendwo darin gibt es einen Songtitel)

Katie und ich sind in New York um einige Plattenfirmen zu besuchen denn die Gebote für ihre Solo Verträge hören sich inzwischen vielversprechend an. Ich meine jetzt keine finanziellen Gebote (und wären sie es dann würde ich es Euch nicht erzählen). Ich meine damit, dass man sehr an Ihr interessiert ist und ich habe entschieden dass sie einen Vertrag mit einem US Label haben sollte. Wenn Ihr mehr über Katie erfahren wollt dann versucht www.katiemelua.com und lest ihre biographischen Daten. Ihre Lebensgeschichte ist sehr interessant und ich glaube, dass Sie das Zeug zu einem grossen Star hat. Die Website ist noch in einem frühen Stadium, sieht aber dank unserem Webmaster Robert Madsen schon gut aus  ;)

Heute gingen wir ins Studio zum Top Photographen Michael Halsband (Er hat schon Andy Warhol, Jagger, Bowie, Brian Wilson fotografiert) und hatten einen guten Tag eine stilvolle Katie in schwarzen Lederjacken zu fotografieren. Innenaufnahmen gegen schwarzen Hintergrund und draussen auf der Strasse wo sie cool und New Yorkisch herüberkam.

(Ich muss nun los um den Anfang der Show um acht nicht zu verpassen)

*********

Ich bin gerade aus dem Theater zurück und nehme hier den Brief wieder auf. Zunächst war ich von der Show sehr enttäuscht - sie versucht eine Geschichte durch Tanz zu erzählen (Ballet, gemischt mit Moderne) und niemand in der Besetzung singt oder spricht. Die Band - auf einer Snark-artigen "Brücke" bewegt sich hoch und runter, vor und zurück - ist  brillant und ein Sänger am Piano - im Billy Joel Stil - liefert sämtliche Songs ab. Die Texte, die die original Popsong Texte waren - auch wenn sie fantastisch sind - können nicht im mindesten begreiflich machen was in der dünnen konstruierten Story um die Songs passiert. Und wenn man die Figuren auf der Bühne nicht singen sieht achtet man sowieso nicht auf die Texte. Ich fühlte mich nicht besonders gut unterhalten. Allerdings erinnerte mich Katie, die noch niemals in einem Musical war, dass die Band klasse sei und auch das Tanzen gut war. Die Tänzer wurden im zweiten Akt auch tatsächlich sehr gut und die beiden Hauptdarsteller waren aussergewöhnlich. So war alles doch noch ganz sehenswert wenngleich mir viele Dinge nicht gefielen.

Wir fuhren mit einem dieser Fahrrad Taxis zurück ins Hotel. Das machte eine Menge Spaß - die 46th Street bis zur Sixth Avenue, an Radio City vorbei und den Central Park South entlang. Das Mädel, das uns "fuhr" sagte, dass sie eine sechsstündige Schicht habe. Sie muss wohl Gesässmuskeln wie ein Pferd haben.

Wie auch immer - lasst mich nun die Zeit ein wenig zurückdrehen um Euch darüber zu informieren was Ihr in den letzten fünf Monaten verpasst habt. Nun, ich war in den letzten Wochen mehrmals in den Staaten um für Katie den Weg zu ebnen und die Veröffentlichung des Albums der PLANETS vorzubereiten. Als das PLANETS Album im April veröffentlicht wurde ging es hier auf Platz 7 in den klassischen Charts - wenngleich dies in Bezug auf Verkäufe nicht viel zu sagen hat. Viel wichtiger war jedoch dass sie auf eine Tour mit vier Dates herüberkamen (schaut auf ihre Website um Details über Philadelphia, Washington, Boston und New York zu erfahren). Während dieser Zeit hatten wir drei Termine im nationalen Fernsehen. Darunter auch ein 30minütiges Special bei "MHz presents" (was brillant war! Eine fantastische Erfahrung für die Band, die superb war und ein Set von 30 Minuten durchspielte. Mit grosser Energie und musikalischen Drive). Es folgten ein Auftritt beim National Geographic Channel und ein Stück in der CBS Sunday Morning Show in der ich auch interviewed wurde. Während ich dieses schreibe ist noch nicht alles davon ausgestrahlt worden.

Eine andere Sache, die es wert ist dass ich Euch darüber schreibe war ein Trip nach Dublin mit Katie wo wir einige Streicher für Titel ihres Albums aufnahmen. Dies passierte im März. Wir nahmen in den Windmill Lane Studios auf und übernachteten im Westbury wo David, der Manager, mir freundlicherweise die Präsidentensuite überließ.Als meine 13jährige Tochter die enorme Grösse sah sagte sie: "Dad, das ist gross genug um mein erstes Haus zu sein!" Worauf ich sagte: "Du kannst schon froh sein wenn dein letztes Haus so gross ist!" Ich weiss nicht, die Kinder heutzutage! Wer will die schon haben? (Ich, um ehrlich zu sein)

Die Orchestermusiker waren absolut grossartig - sowohl musikalisch als auch persönlich. Irland war schon immer mein bevorzugter Ort zum Aufnehmen. Aber diese Erfahrung verstärkte nur mein Gefühl.

Mir fallen gleich die Augen zu. Also werde ich wohl den letzten Absatz irgendwann in den nächsten 48 Stunden schreiben. Also schaut so in 49 Stunden wieder rein um ein heisses Update zu lesen.

*****************

Hier ist mein Update, am Sonntag, dem 18.Mai (Ich weiss dies weil ich gestern Schinken wegwerfen musste dessen Verfalldatum der 16.Mai war und es schon der 17.Mai war). Katie und ich sind gestern nach einem erholsamen Flug aus den Staaten zurückgekehrt. Ihr (erster) Wirbelwind Trip nach New York war ein nachhaltiger Erfolg. Wir haben zwar nur ein paar wenige Labels gesehen aber ALLE wollten sie engagieren. YIPPIEE!! Wir haben nun eine Woche oder so hier und Katie muss am Donnerstag ihren A-Level Abschluß machen (Barocke Harmonie). Ich werde an diesem Tag zum Ivor Novello Award erwartet und danach werde ich mich wieder ins Flugzeug setzen um in New York den Vertrag mit derjenigen Firma zu unterzeichnen die auch immer von uns den Zuschlag bekommen hat.

Es ist normales Wetter (bedeckt - aber hell) hier bei Batt Control. Der Garten ist voller interessanter Vögel (Spechte, Eichelhäher, Finken, Trauer Bachstelzen etc.) und Wild auf den Feldern - ausserdem eine Bevölkerungsexplosion von grossen, braunen Kanninchen mit  puscheligen Schwänzen auf der Wiese. Ihr würdet Euch niemals wünschen tot zu sein - auch wenn jemand dafür eine Menge Geld zahlen würden.

Bleibt cool und "boogie down"

Eßt mehr Salat

Viel Liebe

Mike


Freitag, der 24. Januar 2003.

Frohes neues Jahr, Ihr Leute,

Mein vorweihnachtlicher Trip nach New York war grossartig. Das Highlight war ein kurzfristiger Besuch in der Radio City Music Hall um die Rockettes in deren Weihnachtsshow zu sehen. Wirklich brilliant. 36 schöne Hoch-Kicker (die Chorlinie der Rockettes) in einer erstaunlichen Familienshow - Der Präzisionstanz war fantastisch. Eine siebzigjährige Routine in der sie als Holzsoldaten tanzen - grossartig - und 50 tanzende Weihnachtsmänner. Nachdem ein Spiegel hinter ihnen herunterkam kamen dabei 100 Santas heraus! Ich wollte Ihr hättet es sehen können. Sogar hartgesottene Rocker werden zugeben müssen dass die Show superb war. Das Ende hingegen - eine folkloristische Darbietung - war fürchterlich. Viel zu heilig und fromm. Es hätte lustig aber nicht heilig enden sollen. Nicht, dass ich Religion(en) nicht respektieren würde - aber es war ein Showbiz Event und ich bin der Meinung, dass schmalzige Religion und Showbiz nicht verbunden werden sollten.

Ich habe die Basis von SONY in New York besucht mit denen ich einen Publishing Deal machen werde. Sie haben mich zu ihrer Weihnachts Party eingeladen die in einer donnererfüllten Gewitternacht stattfand. Ich hatte Glück dass ich mir für 10 Dollar von einer bereitwilligen Regenschirm Verkäuferin einen Schirm gekauft hatte. Ich frage mich, was sie wohl an sonnigen Tagen verkauft.

Treffen mit EMI Records und der William Morris Agentur wegen des bevorstehenden Launches der PLANETS gingen sehr gut. Es wurde entschieden, dass EMI die Platte im März veröffentlicht wird und die Band im April herausbringt. So wie es aussieht werden wir einige Vorstellungen in New York, Chicago, Boston und Los Angeles geben.

THE PLANETS verbrachte eine Woche mit Konzerten in Hong Kong und kam am 23.Dezember zurück. Ich war diesmal nicht dabei und es schien alles gutzugehen.

Weihnachten war nett und ruhig im Zuhause der Batts. Auch Neujahr verlief sehr ruhig und wir bekamen eine kostenlose Feuerwerks-Show. Da wir auf einem Hügel leben und jeder Nachbar um den Hügel herum eine Feuerwerks Show zu haben schien hatten wir Silvester rund um uns herum Pyrotechnik im Überfluß

Die Kids liefen überall durchs Haus und bestaunten die Feuerwerke, der Hund spielte verrückt. Und ich bekam noch ein paar Ausschnitte aus Jool Hollands Big Band Show im Fernsehen mit und nahm dann an den Festivitäten teil. Ich hoffe das Jahr bringt uns weniger unheilverkündende Dinge als wir zur Zeit befürchten.

Katie Melua kam für ein paar Tage hierher um ein bißchen, in der Vorbereitung ihres Albums, zu schreiben und aufzunehmen. Wir nehmen bereits die ersten Spuren auf dafür. Sorry, für den letzten Satz, der mit einer Präposition endet. Ich weiss nicht wieso ich es tu dafür...  Katie und ich bekamen schon einiges gutes Material zusammen. Heute hatten wir ein weiteres Treffen mit einer grossen Plattenfirma und  sie bekommt einen Vertrag dafür. Oops, ich habe es schon wieder getan. In einer Minute werde ich anfangen ganz heimlich Infinitiv-Formen zu teilen und Ihr bekommt es nicht mit.... (P.S.: hard task to tranlate, Mike....)

Ich muss bald mal wieder ein Rezept machen. Tatsächlich überlege ich ob ich nicht ein paar Rezepte zusammenstellen soll die mit speziellen Musik Stücken verbunden sind. ( So wie mein Dixie Chicks Fischgericht in einen meiner früheren Newsletter dieser Site und das ganz lose auf die Spielzeiten der Stücke getimed war). Ich denke ich sollte einige Rezepte schreiben die Ihr kochen könnt während DAS ALBUM SPIELT. Auf diese Weise könnt Ihr Balsam Essig hinzutun während der dritte Refrain während des vierten Songs zu hören ist - und so weiter. Könnte ganz lustig sein. Ich könnte ein Buch herausbringen - und hey! mit einer beigefügten CD. Bitte denkt daran, dass Ihr die Idee nicht weitergebt bevor ich das vollbracht habe. Mal sehen - wir könnten Schuberts Neunte Symphonie Hühnchen Curry kochen. Ihr hackt die Zwiebeln und Äpfel während der Exposition des ersten Themas im ersten Satz. Mit dem Beginn des schönen Horn Motivs am Anfang könnt Ihr etwas Olivenöl, Butter und Knoblauch anbraten. Wenn das Scherzo kommt ist alles drin und beginnt zu schmoren. Während der Coda deckt Ihr den Tisch und tragt auf. Haha! Ich muss es einfach tun! Bestellt schon jetzt!

Ähm - zurück zum Newsletter - Tut mir leid.  Ich weiß nicht was über mich gekommen ist. Es wird nicht wieder vorkommen.

Inzwischen hat es Gespräche über die Zukunft der PLANETS gegeben. In Bezug auf das zweite Album, den Trip in die Vereinigten Staaten sowie eine grössere Tour durch Japan im November.

Oh, und wir waren kürzlich in Dortmund. Wir verbrachten eine gute Woche mit Circus Roncallis "Vier Jahreszeiten" Konzert "Circus Meets Classics" bei dem THE PLANETS spielten und ich drei Songs am Piano sang. Ausserdem hatte ich einen kurzen Auftritt als "Stand-up" Comedian (wirklich!) während die Clowns ihren Mist aufwischten. Die Songs waren "Bright Eyes", "A Winter's Tale" und "Lady of the Dawn". Ich hatte viel Spaß. Ein Report dieses Trips kann man auf der offiziellen deutschen PLANETS Website lesen.

www.theplanets.de/html/in_concert.html

Es war ein sehr erinnerungswerter Besuch in Deutschland und das Publikum schien uns zu mögen. Wir nahmen an fünf Shows während des Wochenendes vom 10. bis 12. Januar teil. Die 2000 Plätze in der  Dortmunder Konzerthalle waren ausverkauft.

So, das war es wieder für eine Weile. Seid vorsichtig und gebt nicht Euer ganzes Geld in einem Laden aus...

In Liebe,

Mike


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  • 23.07.2010
    Twitter macht aus mir einen faulen Blogger Ich bin zu der Auffassung gelangt, dass tweeten einen als Blogger sehr faul macht. Zumindest gilt das für meinen Fall. Ich denke, "Oh, ich habe gerade ge-tweetet"...
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